Paul Lincke (1866–1946) war ein deutscher Komponist und Dirigent, der vor allem für seine Beiträge zum Operetten- und Tanzmusikgenre bekannt war. Der gebürtige Berliner begann seine musikalische Karriere als Fagottist und Pianist. Er wurde später zu einem der erfolgreichsten Komponisten seiner Zeit. 1904 schrieb er eines seiner berühmtesten Werke, die „Berliner Luft“, in der er das Lebensgefühl und die Essenz der Stadt in einer musikalischen Komposition festhielt. Auch das Lied „Glühwürmchen, Glühwürmchen flimm´re“ dürfte heute noch vielen bekannt sein.
Trotz der katastrophalen Zeiten beider Weltkriege blieb Linckes Musik bestehen. Seine Kompositionen wurden nach wie vor aufgeführt und erfreuten sich großer Beliebtheit beim Publikum, das eine Flucht suchte in die zauberhaften Welten, die Lincke mit seinen Melodien schuf.
1946 siedelte der gesundheitlich angeschlagene Komponist in den heilklimatischen Kurort Hahnenkleeüber. Dort starb er kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres. Nach der Trauerfeier in der Stabkirche erfolgte seine Beisetzung auf dem Hahnenkleer Friedhof, wo sein Grab bis heute gepflegt wird.
Der Paul-Lincke-Ring wird seit 1955 an Musiker verliehen, die sich besondere Verdienste um die deutschsprachige Unterhaltungsmusik erworben haben. Eine Fotogalerie der bisherigen Preisträger und viele andere Erinnerungsstücke können im PAUL-LINCKE-TREFF bewundert werden